Teil 9


Die beiden Spandau MGs bekommen ihre Munition aus zwei Gurtkästen, die direkt unterhalb der Waffen im Cockpit eingebaut sind. Sie wurden beim Original auch von hier aus gewechselt. Das wird ziemlich umständlich gewesen sein. Aber darauf brauch ich ja glücklicherweise keine Rücksicht nehmen. 

Hier wieder ein Bild von der Replika der "The Vintage Aviator Ltd" zum Vergleich.

Die ungewöhnlichen Konturen der Gurtkästen sind wohl an die Einbausituation angepasst. Weiterhin gibt es an der Vorderseite jeweils eine anscharnierte Klappe, wohl um die Gurte beim Befüllen aufwickeln zu können.

Zum Verschließen der Klappen ist an der Oberkante ebenfalls ein Scharnierband angebracht, aus dem man den Stift rausziehen und somit das Scharnier teilen kann. Umständliche Angelegenheit...


Der erste Versuch hat mir nicht gefallen:







Also dann ein paar Striche auf´s Papier und mit Balsa gebastelt:

 


Die Oberfläche soll schon aus Alu sein, also aus 0,3mm Lithoblech geschnitten und mit Doppelklebeband aufgebracht:



 Die Klappen und Scharniere sind ebenfalls aus dem 0,3er Blech gedengelt.

















Und das ist das (vorläufige ) Endergebnis:

  
















Nach dem Einbau musste ich dann leider feststellen, dass mir bei der Positionierung des "Rüssels" beim rechten Kasten ein dicker Fehler unterlaufen ist. Wer den Fehler im Bild findet, darf ihn behalten :-(


Die leeren Patronenhülsen fallen beim Vorbild durch sehr aufwändig geformte Schächte vom Auslass der MG Schlösser in einen weiteren Aluminiumkasten. Der ist nochmals vor den Gurtkästen montiert ist. Dadrauf werde ich verzichten, da er die Sicht auf die Gurtkästen verdeckt und sowieso nicht gebraucht wird.


04.02.2019

So, der Fehler ist behoben. Jetzt passen die Proportionen auch zu den Fotos vom Original besser.



 

 

 

 

 

 

 

 

















Für die Imitation des Aluminiums hab ich jetzt noch was Leichteres und Dünneres als als das 0,3mm Lithoblech gefunden.Und zwar die Verpackung von aufbackbaren Frühstückshörnchen. Das Material lässt sich super verarbeiten und praktisch um jede Ecke biegen. Mit der Messingbürste auf der Proxxon kann man es auch prima mattieren.

Bis bald...


14.02.19

Die Tankanlage der Albatros besteht aus zwei Messingbehältern, die vor dem vorderen Cockpitspant übereinander montiert sind. Dabei ist der größere, untere Teil der Haupttank und der abgerundete Teil oben der Nottank. Beide sind auf der Ausgangsseite im Original über ein Ventilsystem miteinander verbunden, werden aber über unterschiedliche Einfüllstutzen befüllt.

Messing ist für das Modell natürlich zu schwer. Deswegen habe ich die Behälter aus 0,8mm Sperrholz mit Balsaverstärkungen gebaut. Die Oberfläche besteht aus einer goldfarbenen Aluminiumfolie, die ich zufällig im Baumarkt gefunden habe. Das ist ein tolles Material und kostet fast nichts. 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Einfüllstutzen bestehen aus den üblichen Resten der Bastelkiste und etwas Farbe.


 

 

 

 


Ernst ist wieder da.

Er hat seinen Genesungsaufenthalt in GB hinter sich und seine orthopädischen Probleme sind ausgeheilt. Wendy von Perfect-Pilots hat ihm noch einen Satz Gurtzeug mitgegeben,. Die Metallteile dieses Kits sind photogeätzt und müssen noch gemäß bebilderter Anleitung montiert werden. Leider ist der Verschluss nicht funktionsfähig. Das wollte ich aber unbedingt, damit ich Ernst auch wieder rausholen kann, um ggf. an die Technik unter den Sitz zu kommen. Zum Glück konnte ich die meisten Teile des Kits trotzdem verwenden, wenn auch anders als vorgesehen. 

 

 Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Beckengurte im Original 1917 von außen über die Seiten des Sitzes  gehen. Damit ist die Funktion praktisch nicht gegeben und der Pilot wird nur in extremen Situationen am rausfallen gehindert, aber nicht fest auf den Sitz geschnallt. Damit Ernst aber ordentlich sitzen bleibt habe ich die Gurte dann an der Innenseite des Sitzes nach außen geführt. 

Er macht jetzt die Bewegungen der Steuerelemente sehr natürlich mit. Weiter unten seht Ihr das Video dazu.